Aktuell | Vom Sommelier (IHK) zum geprüften Berufsspezialisten Sommelier (IHK): Was sich geändert hat
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Vom Sommelier (IHK) zum geprüften Berufsspezialisten Sommelier (IHK): Was sich geändert hat

Aktuell | Vom Sommelier (IHK) zum geprüften Berufsspezialisten Sommelier (IHK): Was sich geändert hat

Was ist der Unterschied zwischen dem früheren Sommelier (IHK) und dem neuen Geprüften Berufsspezialisten Sommelier IHK? Seit 2023 wurde die bisherige IHK-Fortbildung durch eine neue Rechtsverordnung ersetzt. Während der klassische Sommelier (IHK) stärker auf Weinwissen und Sensorik ausgerichtet war, legt der Berufsspezialist Sommelier heute zusätzlich einen deutlich größeren Schwerpunkt auf Marketing, Management und betriebswirtschaftliche Kompetenzen. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Änderungen, Zulassungsvoraussetzungen und Unterschiede für Gastronomie und Weinhandel.

Seit November 2023 gilt in Deutschland die neue Rechtsvorschrift zum Abschluss „Geprüfter Berufsspezialist Sommelier (IHK)“. Damit wurde die bisherige Fortbildung zum „Geprüften Sommelier / zur Geprüften Sommelière (IHK)“ offiziell abgelöst. Die Neuausrichtung verfolgt das Ziel, die Qualifikation der Sommelier Ausbildung stärker in den Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen (DQR/EQR) einzuordnen und damit europaweit besser vergleichbar zu machen. Der Abschluss ist heute dem DQR-Niveau 5 zugeordnet und bewegt sich damit auf der Ebene einer höherqualifizierenden beruflichen Fortbildung mit beratender Funktion.

Die frühere Sommelier-Fortbildung (IHK), die seit den 1990er-Jahren insbesondere durch die IHK Frankfurt geprägt und später unter anderem vom Sommelierausbiler Alexander Kohnen im Bereich der gastronomischen Weiterbildung weiterentwickelt wurde, hatte ihren Schwerpunkt stark auf klassischer Weinkunde. Themen wie internationaler Weinbau, Kellertechnik, Weinrecht, Sensorik und Weinempfehlung standen im Mittelpunkt. Der klassische Sommelier (IHK) wurde ursprünglich sowohl für die gehobene Gastronomie als auch für den Weinfachhandel entwickelt. Nach vorsichtigen Schätzungen verfügen heute deutlich über 1.000 Fachkräfte aus Gastronomie und Handel über diesen Abschluss.

Mit der neuen Verordnung hat sich der Schwerpunkt der Weiterbildung teilweise verändert. Der „Geprüfte Berufsspezialist Sommelier (IHK)“ bleibt weiterhin eine anspruchsvolle Fortbildung mit umfangreicher sensorischer und fachpraktischer Prüfung. Gleichzeitig wurden betriebswirtschaftliche und marketingorientierte Inhalte deutlich erweitert. So gehören heute unter anderem Marktanalysen, Budgetplanung, Kalkulation, Getränkekartenentwicklung, Einkaufsplanung sowie absatzfördernde Maßnahmen ausdrücklich zum Prüfungsprofil.

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